Natürlich gewachsen

natuerlich gewachsen

Wo kommen die Nordmänner her?

KaukasusDie Nordmanntanne (Abies nordmanniana), auch Nordmanns Tanne oder Kaukasus-Tanne genannt, hat sich zur beliebtesten und meistgenutzten Baumart als Weihnachtsbaum entwickelt. Sie ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse und verdankt ihren Namen dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann, der sie 1835 im Kaukasus entdeckt hat.

Im Rahmen der Baumwanderung kamen die Nordmänner dann auch nach Westeuropa. Heute wohnen viele von ihnen auf dem Weihnachtsbaumhof Henneken sowohl in der Soester Börde als auch im Sauerland, wo sie ideale Lebensbedingungen gefunden haben.

Wie wachsen die Nordmänner auf?

Spitzenverkürzung

Nordmänner wachsen in sogenannten Kulturen auf. In den ersten Jahren sind die Pflegearbeiten noch überschaubar und bestehen hauptsächlich aus der Unkrautbekämpfung. Außerdem ist die Kontrolle auf Schädlingsbefall unerlässlich, um nötigenfalls rechtzeitig reagieren zu können. Da wir auf unserem Weihnachtsbaumhof gänzlich auf Herbizide und Insektizide verzichten, setzen wir zur schonenden Bekämpfung natürliche Fressfeinde der Schädlinge ein.

Mit einer Bodenanalyse lässt sich der Düngebedarf ermitteln. Die erste Düngung erfolgt im Frühjahr. Oft wird im Herbst mit einer zusätzlichen Stickstoffgabe das Blattgrün gefördert. Damit die Qualität der Bäume erhalten bleibt, betreiben wir nur noch mechanische Kulturpflege durch Mähen und Schneiden.

Ab dem 4. oder 5. Standjahr wird der Stamm von unten ca. 15 bis 20 cm freigeschnitten, um den Baum besser zu belüften. Ab dem 6. Standjahr beginnen die Arbeiten zur Spitzenverkürzung und zum Formschnitt. Um das Spitzenwachstum einzudämmen und damit die Abstände zwischen den Astreihen gleichmäßig zu halten, wird der Saftfluss unter der Spitze gehemmt. Damit der Baum die gewünschte Form erhält, werden die äußeren Seitentriebe abgebrochen, solange sie noch frisch und weich sind.

Die empfindliche Spitze des Baumes wird durch Anbringung eines Vogelstabes vor Beschädigungen durch Vögel geschützt.

Der durchschnittliche Arbeitsaufwand für diese Maßnahmen pro Hektar beträgt ca. 80 Stunden jährlich.

Und so pflegst Du Deinen Nordmann

Nordmann

Damit Deine Wohngemeinschaft mit dem Nordmann auch zwei Wochen und somit die Weihnachtszeit überdauert, solltest Du ihm die notwendige Pflege angedeihen lassen.

Hier die Anleitung für eine gemeinsame glückliche Zeit:

  • Entferne das Verpackungsnetz erst, wenn Du den Baum endgültig aufgestellt hast. Dabei schneidest Du das Netz von unten ein Stück auf und entfernst es dann nach oben.
  • Wenn Du die Möglichkeit hast, schneide eine ca. 2-3 cm dicke Scheibe vom Stamm ab und stelle den Baum dann in einen Weihnachtsbaumständer mit Wasserspeicher. Fülle den Behälter regelmäßig nach.
  • Stelle den Baum einen Tag vor dem Schmücken auf, damit er sich schön entfalten kann.
  • Im Haus sollte Dein Baum nicht direkt neben der Heizung stehen oder Zugluft ausgesetzt sein.

Kleine Nordmannkunde

Habitus

Die Nordmann-Tanne ist ein mächtiger, geradstämmiger, immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 40 bis 60 Meter und einen Stammdurchmesser bis 2 Meter erreicht. Sie kann ein Höchstalter von 500 Jahren erreichen.

Knospen und Nadeln

Die Nordmann-Tanne bildet 3 bis 4 Millimeter lange, dunkel- bis rotbraun gefärbte, länglich-eiförmige Knospen aus. Die Knospen sind stets harzfrei. Sie stehen meist einzeln, aber auch zu zweit oder zu dritt an den Triebspitzen. Die Nordmann-Tanne besitzt starre, nicht stechende, 10 bis 30 Millimeter lange und 2 bis 3 Millimeter breite Nadeln.

Borke

Die Borke der Zweige ist dünn und grau bis braun gefärbt. Die Borke des oberen Stammes ist glatt und weist eine gräuliche Färbung auf, während die rissige Borke der Stammbasis dunkelgrau gefärbt und deutlich dicker ist.

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